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Babys und Kleinkinder
Das ganze Leben besteht
aus geben und nehmen.
Besonders bewusst wird
dem Mensch dieser
Umstand, wenn das erste
Kind geboren wird. Kein
anderer Mensch fordert
soviel Aufmerksamkeit
und gibt gleichzeitig
soviel zurück. Die erste
Herausforderung ist die
Geburt des neuen
Erdenbürgers. Gerade
beim ersten Kind sind
die Eltern meist schon
Wochen vorher nervös.
Nicht selten findet sich
in der Wohnung einer
Frau die im siebten
Schwangerschaftsmonat
ist, eine fertig
gepackte Tasche fürs
Krankenhaus. Zur
Vorfreude mischt sich
große Angst vor der
Geburt, die jedoch im
Kreissaal schnell
vergessen ist. Wie lange
sich die Geburt
hinzieht, kann nie genau
vorhergesagt werden. Für
den werdenden Vater
spielt die Geburt eine
genauso große Rolle wie
für die Mutter. Er steht
hilflos daneben, wenn
seine Partnerin das Kind
meist unter Wehklagen
zur Welt bringt.
Doch ganz gleich wie
viel Stress es im
Kreissaal gibt, wenn der
Vater nicht zu
unglücklich umkippt und
eine Beule davonträgt
ist spätestens beim
ersten Blick auf das
Baby alles vergessen.
Von nun an zählt nur
noch der neue Mensch.
Eltern haben die
Angewohnheit mehrmals am
Tag die Finger und Zehen
ihres Babys zu zählen.
Sie können sich über die
kleinen Hände
stundenlang amüsieren
und finden ihr Baby
generell am schönsten.
Meist kann die Mutter
mit dem kleinen nach
etwa drei Tagen das
Krankenhaus verlassen.
Nun geht der Ernst des
Elterndaseins los. Viele
Babys haben die
Angewohnheit immer dann
Hunger zu bekommen, wenn
die Eltern ausnahmsweise
etwas anderes tun
wollten. Die Planung
eines Tages ist gerade
mit einem Säugling
unmöglich. Es kann immer
etwas unvorhergesehenes
passieren, was die
gesamte Planung über den
Haufen wirft. Doch Babys
haben eine Waffe, wie
sie ihre Eltern schnell
wieder aufbauen können.
Ein Lächeln des kleinen
Wesens und alle
schlaflosen Nächte sind
vergessen.
Für die Eltern sind die
ersten drei Lebensjahre
ihres Kindes die
spannendsten. Es gibt
jeden Tag eine neue
Fähigkeit die den Eltern
am Kind auffällt. Erste
gebrabbelte Worte,
strahlendes Lächeln und
irgendwann die ersten
Schritte.
Besonders aufregend und
oft mit Geschrei
verbunden ist auch der
erste Zahn. Viele Babys
bekommen Fieber und sind
unleidlich. Doch auch
dieser Kummer ist
schnell vergessen, wenn
das kleine Wesen zum
ersten mal mit einem
Zahn im Mund lächelt.
Die meisten Eltern
verschießen in ihrem
Leben nie wieder so
viele Filme, wie in den
ersten drei Lebensjahren
der Kindes. Sie würden
am liebsten jede Sekunde
mit dem Kind auf Fotos
festhalten.
Der erste Tag im
Kindergarten wird von
vielen Eltern mit Wehmut
erwartet. Für Eltern
fühlt sich dieser
Schritt so an, als würde
das Kind bereits eigene
Wege gehen. Dabei sind
auch Kleinkinder und
selbst Teenager noch
immer auf ihre Eltern
angewiesen. Und ein
gutes Verhältnis zu den
Eltern bleibt häufig
lebenslang bestehen. |